Cola in der Schwangerschaft erhöht Diabetes-Risiko

Frauen, die mehr als fünf Gläser zuckerhaltige Cola wöchentlich trinken, erhöhen damit ihr Risiko, an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken. Dies ergaben Forschungen eines Teams um Liwei Chen an der Louisiana State University in New Orleans bei einer über zehn Jahre andauernden Studie mit mehr als 13'000 Frauen.

Die Forscher rechneten andere Risikofaktoren für einen Schwangerschaftsdiabetes aus ihren Daten heraus, um das Risiko durch mit Zucker gesüsste Limonaden messen zu können. In der zehnjährigen Studienzeit erkrankten 860 der beobachteten Frauen während einer Schwangerschaft an einem zumindest vorübergehenden Diabetes.

Verglichen mit Frauen, die weniger als ein solches Getränk monatlich tranken stieg das Risiko der Frauen, die wöchentlich mehr als fünf Gläser trinken, um ein Fünftel an. - Liwei Chen

Der Schwangerschaftsdiabetes gehört zu den häufigsten Komplikationen während der Schwangerschaft. Dabei kann der Körper einer zuvor nicht zuckerkranken Frau während der Schwangerschaft nicht mehr dauerhaft niedrige Blutzuckerwerte halten. Dadurch steigt das Risiko für die ungeborenen Kinder, übergewichtig zur Welt zu kommen bzw. später im Leben ebenfalls an Diabetes zu erkranken. Bei vielen Frauen endet mit der Schwangerschaft auch die Diabetes-Erkrankung.

Wir wissen nicht, warum dieser statistisch auffällige Zusammenhang nur bei zuckergesüsster Cola auffällt, aber wir haben ihn bei keinem anderen zuckergesüssten Getränk gefunden, zum Beispiel bei Fruchtsäften oder anderen Soft Drinks. - Liwei Chen
Bisherige Studien an Kindern und Erwachsenen hatten nur einen wenig überraschenden Zusammenhang zwischen zuckerhaltigen Getränken, der übermässigen Aufnahme von Kalorien und damit verbundenem Übergewicht herausgefunden.

In den USA wie auch in der Schweiz ist die Studie deshalb interessant, weil viele Menschen über zuckergesüsste Getränke mehr Kalorien zu sich nehmen, als ihnen bewusst ist. Ein 0,2-Liter-Glas zuckergesüsste Cola enthält je nach Marke bis zu 100 Kilokalorien, das entspricht mehr als einem Apfel.

Übrigens: Schwangere sollten sich bei koffeinhaltigen Getränken und Kaffee ohnehin lieber zurückhalten. Eine amerikanische Studie ergab Hinweise, dass zu viel Kaffee das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen kann.

Erstellt:02. Dezember 2009
Stichworte:Ernährung, Schwangerschaft
Quellen:

Apotheken-Umschau

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