Falls Abpumpen der Milch notwendig ist, sollte man mit ihr gleich im Anschluss den Säugling füttern statt sie lange aufzubewahren, so die Schlussfolgerung der Studienautoren.
Diese Erkenntnis kam durch die Beobachtung von 30 stillenden Frauen zustande, die über einen Zeitraum von 24 Stunden verteilt jeweils sechs bis acht Proben Muttermilch abpumpten. Die Forscher suchten in den Proben nach bestimmten Bestandteilen: Biomoleküle führen im Zentralnervensystem entweder zu einem Anstieg oder Abflauen der Spannung und begünstigen somit entweder die Schläfrigkeit oder aber Wachheit und Aktivität.
Die Konzentration dieser Inhaltsstoffe änderte sich mit der Tageszeit, konnten die Forscher feststellen. Die höchste Konzentration an müde machenden Varianten war gerade in der Schlafenszeit zwischen 8 Uhr abends und 8 Uhr morgens anzutreffen. Die anregende Variante war hingegen tagsüber am höchsten. "Das ist ein deutlicher Hinweis dafür, dass Muttermilch Kinder leichter einschlafen lässt", so Studienleiterin Cristina L. Sanchez. Ähnlich wie man niemandem abends einen Muntermacher wie etwa Kaffee verabreichen würde, biete auch die Muttermilch nur tagsüber anregende Substanzen.