„Es gibt keine Liebe, sondern nur Beweise der Liebe“, sagte einmal der französische Künstler Jean Cocteau. Darin liegt viel Weisheit. Denn in der Tat reicht das Gefühl der Liebe nicht aus, um ein Paar auf Dauer glücklich zu machen. Nötig sind „Beweise der Liebe“. Dazu gehört vor allem gegenseitige Akzeptanz - den anderen so zu lieben, wie er ist. Das heisst auch seine Schwächen, seine Macken, seine Eigenarten akzeptieren, ihn nicht verändern wollen, ihm nicht mit ständigen Vorwürfen zu zeigen, dass er so, wie er ist, nicht richtig ist.
Ein weiterer wichtiger Grundstein einer dauerhaft glücklichen Beziehung ist „etwas Drittes“, das das Paar verbindet. Ein gemeinsames Interesse, ein Hobby, ein Engagement schafft Bindung und stärkt die Liebe. Und selbstverständlich gehören zu einer guten Beziehung Loyalität, gegenseitiger Respekt, Vertrauen - und Humor. Ein Paar, das miteinander lachen kann, ist meist auch ein glückliches Paar.
Der Einfluss der frühen Vergangenheit auf die Liebesbeziehung ist gross. Grösser als vielen Paaren bewusst ist. Zahlreiche Beziehungsprobleme sind darauf zurückzuführen, dass die Partner ihre jeweiligen Kindheitsgeschichten nicht kennen. Man weiss heute, dass die eigene Herkunftsfamilie die Partnerwahl beeinflusst, zum Beispiel: Ich wähle einen Mann, der genauso ist, wie mein Vater. Oder ich wähle einen Mann, der das genaue Gegenteil zu meinem Vater ist.
Und ebenfalls prägend ist, wie die Ehe der Eltern beschaffen war: Ihr Vorbild, ob positiv oder negativ, wirkt sich auf die Beziehungsqualität ihrer Kinder aus. Doch der Einfluss geht noch sehr viel weiter: Die eigene Partnerschaft ist oft ein Spiegel der früheren Eltern-Kind-Beziehung. Konnte man dort positive Erfahrungen machen, fühlte man sich geborgen und sicher, dann begegnet man auch späteren Partnern offen und vertrauensvoll. Musste man als Kind dagegen Ablehnung und Vernachlässigung erleben, dann fehlt einem in Liebesbeziehungen das Urvertrauen, man zweifelt an anderen, hat Verlustängste, klammert. Oder aber man lässt sich gar nicht erst ein, bleibt emotional auf Distanz.
Paare, die sich gemeinsam mit ihren jeweiligen frühen Erfahrungen vertraut machen, können einander besser verstehen - und so manchen Konflikt als Erbe der Vergangenheit erkennen und damit entschärfen.
Ein Paar, das Eltern werden will, muss sich vorbereiten. Bei unvorbereiteten Paaren kommt es nach der Geburt eines Kindes zu erheblichen Schwierigkeiten. Die Zufriedenheit mit der Partnerschaft sinkt rapide. Deshalb sollte sich ein Paar, ehe es Nachwuchs plant, folgende Fragen stellen:
Das sind gute Anknüpfungspunkte für gemeinsame Gespräche: wenn Sie als Paar sich die Antworten nicht selbst geben können, fragen Sie andere: in der eigenen Familie, bei anderen jungen Eltern, im Internet und in Büchern.
Ganz einfach, indem sie die Beziehung an die erste Stelle setzen und das Familienleben an die zweite. Das mag für viele seltsam klingen, aber es ist der einzige Weg. Viele Paare sind nach der Geburt eines Kindes nur noch Eltern, sie sind Papa und Mama, aber nicht mehr Geliebte und Geliebter. Sie ordnen alles dem Familienleben unter. Auch wenn der Stress mit dem Kind oder den Kindern noch so gross ist: