Zur Untersuchung wurden über 1000 Testpersonen gebeten, auf einer Liste Eigenschaften zu reihen, die für sie bei der Partnerwahl bedeutend sind. Darunter befanden sich Angaben wie "spendet regelmässig Blut" oder "hilft freiwillig in einem Spital". Das Ergebnis: Besonders Frauen legen auf Selbstlosigkeit höheren Wert als auf andere Merkmale, wenn sie ihren Partner suchen.
In einem weiteren Durchgang befragte man 170 Paare, wie sehr sie selbstlose Charaktereigenschaften an ihrem Partner schätzen und wie uneigennützig sie sich selbst sehen. Je wichtiger dem einen Partner selbstloses Handeln war, desto mehr praktizierte dies der andere in der Regel auch tatsächlich.
Wir fanden bei diesem Test uneigennütziges Verhalten in gleicher Weise bei Männern und Frauen. Auch Männer legen auf das selbstlose Handeln ihrer Partnerinnen wert. Wurde dieses Verhalten gegenüber Unbekannten bisher durch erhoffte Gegenseitigkeit und Streben nach Anerkennung erklärt, müsse man Gründe somit woanders suchen, so Phillips.
Die zunehmende Gehirngröße hat den Aufwand für die Kindererziehung stark erhöht. Daher suchten schon unsere Vorfahren Partner, die Voraussetzungen dafür zeigten, später gute und verlässliche Eltern zu sein. - Tim PhillipsMenschen mit grösserer genetischer Veranlagung für Selbstlosigkeit könnten somit langfristig in der Partnerwahl bevorzugt worden sein.