Die Forscher von der Harvard-Universität in Boston hatten in einer aktuellen Studie die Daten von über 150.000 Frauen ausgewertet. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass Frauen für jedes Jahr, das sie stillten, ihr Risiko für eine Zuckerkrankheit vom Typ II um etwa 15 Prozent verringern. Einen ähnlichen Zusammenhang hatten bereits frühere Studien aufgezeigt. Stillende Mütter können demnach Kohlenhydrate (Glukose) besser verarbeiten als nicht-stillende Mütter. Glukose kann nur mit Hilfe von Insulin in die Körperzellen eingeschleust werden. Bei stillenden Müttern scheint die Empfindlichkeit gegenüber Insulin verbessert zu sein. Dies wirke sich ebenfalls positiv auf das spätere Diabetesrisiko aus.
Neugeborene Babys, die immer wieder energisch nach Mutters Brust verlangen, tun das oft nicht nur lächelndes Babydes Hungers wegen. Viele Säuglinge sind aufgewühlt von der Geburt und den ganzen neuen Eindrücken. Das Saugen tröstet und beruhigt sie. Die Sorge vieler junger Mütter, sie könnten nicht genug Milch für ihr Baby haben, sei jedenfalls in den allermeisten Fällen unbegründet. Die Milch der ersten Tage ist so kalorienreich, dass das Kind nur relativ kleine Mengen benötigt. Danach regelt dann die Nachfrage das Angebot: Das heisst: Je öfter die Mutter das Kind anlegt, desto mehr Milch wird gebildet. Satt wird das Kleine also so gut wie immer. Bleiben der Mutter trotzdem Zweifel, können diese im Gespräch mit einer Hebamme oder Stillberaterin oft ausgeräumt werden.